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Selber machen:

 

Häufig werden wir gefragt ob es in der Heimatstadt des Fragenden eine „Zweigstelle“ von uns oder eine ähnliche Gruppe gibt.

Wir verweisen dann immer zunächst auf http://www.dojoguide.org/ . Das ist ein Verzeichnis von Kampfsport/Kunst-Schulen. Hier gibt man das Land, das Bundesland und die gesuchte Kampfkunst (hier: Training für Behinderte) ein und bekommt alle gelisteten Dojos oder Schulen aufgezeigt.

Wenn keine Gruppe in der Nähe existiert empfehlen wir immer sich mal die „normalen“ Gruppen an zu sehen, also in Vereinen oder Kampfkunstschulen. In meinem Buch "Selbstverteidigung für Rollstuhlfahrer" schreibe ich dazu Folgendes:

 „Sollte es nicht möglich sein in Wohnortnähe eine geeignete Gruppe zu finden kann man auf bestehende „normale“ Gruppen zugehen. Jeder gute Trainer wird Konzepte entwickeln können die für Rollstuhlfahrer geeignet sind. Dabei kann ihm dieses Buch helfen.

Klärende Gespräche im Vorfeld über Erwartungen und Möglichkeiten  sind dann notwendig sie werden Berührungsängste (auf beiden Seiten) reduzieren und Missverständnisse vermeiden. Notwendig ist auch der „Mut“ unter Umständen zunächst als „Exot“ in so einer Gruppe zu existieren. Der „Exotenstatus“ wir sich mit der Zeit verlieren und der Rollstuhlfahrer wird wahrscheinlich irgendwann ein Gruppenmitglied wie jeder Andere.

Versucht es!

 Das gilt selbstverständlich für alle Behinderungen mit oder ohne Rollstuhl. Will man nun aber etwas ganz Eigenes machen, so ist das ungleich aufwändiger:

Zunächst braucht man genug Interessenten, dann muss eine Räumlichkeit gefunden werden und ohne einen geeigneten Trainer geht es auch nicht. Bei der Trainersuche kommt es nun ganz entscheidend darauf an was man lernen möchte. Geht es um eine traditionelle Kampfkunst die man, in abgewandelter Form, erlernen möchte oder um reine Selbstverteidigung. Der Trainer sollte den gewünschten Bereich abdecken können. Wenn er (oder sie) interessiert ist müssen nicht unbedingt Erfahrungen mit Menschen mit Behinderungen vorhanden sein. Im Laufe der Zeit werden Lehrer und Schüler voneinander lernen. Wie oben schon gesagt muss man vorher miteinander reden. Erwartungen, und Einschätzungen müssen ausgetauscht werden. Nur so kann das spätere Training zur Zufriedenheit aller gestaltet werden. Dieser Weg ist mit viel Arbeit verbunden, aber am Ende hat man ein Projekt das genau so ist wie man sich das wünscht. Es ist den Aufwand wert.

Viel Erfolg

 

Holger Liedtke